Betriebsanleitung für Steril Membran-Rückschlagventile von BBS-Systems

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Inhaltsverzeichnis

Steril Orbital Membran Rückschlagventil / Photo by BBS-Systems / Copyright by BBS-Systems

Betriebsanleitung

Steril Membran-Rückschlagventil

von BBS-Systems


Logo CE / Logo by BBS-Systems / Copyright by BBS-Systems


Konform
Nr. 0036

1. Beschreibung Mambran-Rückschlagventil
1.1 Verwendungszweck
1.2 Angaben zum Membran-Rrückschlagventil
1.3 Kennzeichnung
1.4 Lieferumfang
2. Entwurfsmerkmale
2.2 Besondere Entwurfsmerkmale
3. Transport und Lagerung
4. Montage
4.1 Montagebedingungen
4.2 Dichtmaterialien
4.3 Einschweissen des Membran-Rückschlagventiles
4.4 Montage des Membran-Rückschlagventiles
5. Inbetriebnahme
6. Benutzung
6.1 Allgemeine Hinweise
6.2 Anfahrbetrieb
6.3 Normalbetrieb
6.4 Ausserbetriebnahme
6.5 Unsachgemässe Verwendung
7. Wartung und Instandhaltung
7.1 Allgemeine Angaben
7.2 Schliessen und öffnen des Membran-Rückschlagventiles
7.3 Wartung und Inspektion
7.3.1 Wiederkehrende Prüfung durch zugelassene Überwachungsstellen
7.4 Instandsetzung
8. Mitgeltende Unterlagen / Einbaumasse

1. Beschreibung des Steril Membran-Rückschlagventiles

1.1 Verwendungszweck

Die bestimmungsmässige Verwendung ist die Verbindung von Rohrleitungen und Verhütung von Rückschlägen, für die Aufnahme eines Mediums unter Beachtung der Betriebsbedingungen, die innerhalb der vorgesehenen Grenzen liegen müssen.
Das Steril Membran-Rückschlag-Ventil ist ausgelegt, gebaut und geprüft in Übereinstimmung mit der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG nach dem Regelwerk AD-2000

1.2 Angaben zum Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventil
Bezeichnung Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventil
Zeichnungs-Nr. Register 10 Standard Katalog BBS-Systems
Hauptabmessung mm DN 08 - DN 50
Anschlüsse orbital Schweissenden / Flanschen / Clamp / Quick Connect
Hauptwerkstoffe / Anforderungen 1.4435 / 316L / BN2 / ADW2 / DIN 17440 / ASTM 279
Nennwanddicken Nach DIN / ISO / BS-OD / SMS Normen siehe auch technische Spezifikation der BBS-Systems
Leistung KW --
Kategorie nach DGRL 97/23/EG keine Kennzeichnung nach DGRL 97/23/ EG notwendig
Konformitätsbewertung nach DGRL 97/ 23 / EG
Beteiligte benannte Stelle TÜV-CERT-Zertifizierungsstelle für Druckgeräte
des TÜV-Süddeutschland Kennummer 0036
örtliche Stelle CH 8304 Wallisellen
Zertifikat Nr. CH-SVTI-03-03-28034-001
Konformitätserklärung Nr.
Konformitätsbescheinigungs Nr.
1.3 Kennzeichnung
Art der Kennzeichnung Geätzt / Nadelprägung
Beschriftung Material und Chargennummer / Rohrmasse / Firmennamen / max. Druck
Lage des Fabrikschildes kein Schild erforderlich
Befestigung des Schildes kein Schild erforderlich
Hersteller BBS-Systems AG / CH-8196 Wil (ZH)
Fabrik-Nr. keine Nummer erforderlich
Herstellerjahr Hergestellt seit 1995
zul. min. / max. Druck (bar ) bar -1 bis + 16 bar
min. / max. zul. Temperatur °C -30 °C bis + 135°C ( max. 45 min ) siehe entsrechende Dichtungsspezifikation
Volumen L --
Fluid Gase / Flüssigkeiten


1.4 Lieferumfang
1 Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventil komplett
RS.W...W...35.
Einzelteile der Membran-Rückschlag-Ventile ( ISO Norm )
Stück Bezeichnung Pos. Standard Material Artikelnummer
1 Hutmutter 9 A4 17.M03.00.A4.0
1 Mutter 8 A4 11.M03.00.A4.0
2 O-Ringe 7 Divers 01.N...00....
1 Membrane 6 EPDM 21.W...00.EP.0
1 Stützflansch 5 1.4435 23.V...W...35.0
1 Membrankorb 4 1.4435 E1.W...W00.35.0
1 Überwurfmutter 3 1.4301 C0.N...N00.01.0
1 Bundstutzen 2 1.4435 A3.W...W00.35.0
1 Gewindestutzen 1 1.4435 B0.W...W00.35.0
Werkstoffnachweise 3.1B / FDA Zertifikate ( auf Bestellung ) 90000 + 90004

2. Entwurfsmerkmale

2.1 Betriebsbedinungen
Fluidbezeichnung Gase / Flüssigkeiten
Fluidgruppe Reinstmedien
zul. min. / max. Temperatur °C -30 °C bis + 135°C ( max. 45 min ) siehe entsprechende Dichtungsspezifikation
zul. min. / max. / Druck bar -1 bis + 16 bar
Umgebungstemp. min. / max °C -20°C bis + 80°C
2.2 Besondere Entwurfsmerkmale
Korrosionszuschläge keine
Schweissnahtwertigkeit gem. Orbitalschweissverfahren
max. Wanddtemp. °C NA
max. Füllung kg NA
max. Drehzahl min-1 NA
zul. Zusatzbelastung NA
max. Linienlast N/ mm NA
Beanspruchungsart Druck

3. Lagerung Transport
Lagerung und Transport

BBS-Systems Steril Membran-Rückschlagventile sind durch Ihre sorgfältige Verpackung für den Transport und die Lagerung ausreichend geschützt.
Ist es notwendig die Verpackung zwecks Wareneingangskontrolle zu öffnen beachten Sie bitte folgende Punkte.

- Öffnen Sie die Verbindung durch drehen der Mutter im Gegenuhrzeigersinn.
- Beachten Sie, dass die Verbindung durch das anbringen der Endkappen einen leichten Überdruck aufweisen kann. Dieser kann dazu führen, dass sich die Verbindung nach dem entfernen der Mutter ruckartig öffnet.
- Beachten Sie, dass nach dem öffnen der Rückschlagventile die O- Ringe und Dichtpartien frei liegen und beim hantieren weder beschädigt noch verschmutzt werden.
- Wenn Sie die Endkappen entfernen, achten Sie darauf, dass Sie die Schweissenden nicht beschädigen. Wir empfehlen Ihnen die Endkappen nach der Kontrolle sofort wieder zu montieren.
- BBS-Systems empfiehlt, die Steril-Membran- Rückschlagventile in der Originalverpackung zusammengeschraubt zu Lagern.

Müssen Steril-Membran-Rückschlagventile tranportiert werden, so sollte dies in der Originalverpackung geschehen. Ist dies aus organisatorischen Gründen nicht möglich, so beachten Sie folgende Punkte:

- Transportieren Sie die Steril-Membran-Rückschlagventile in fest zusammengeschraubtem Zustand.
- Achten Sie darauf, dass die Schweissenden durch die mitgelieferten Endkappen geschützt sind.
- Wird das Steril Membran- Rückschlagventil in Einzelteilen transportiert, beachten Sie bitte folgende Punkte:

- Schützen Sie die Dichtpartien vor Beschädigung
- Schützen Sie die Schweissenden mit Endkappen
- Schützen Sie die Verbindung vor Schmutz
- Sichern Sie den O-Ring vor verlieren
- Sichern und schützen Sie den Membrankorb vor Schmutz und verlieren

4. Montage
4.1 Montagebedingungen


Alle BBS-Systems Steril Membran-Rückschlag-Ventile verfügen über eine speziell gefertigte Steril-Dichtpartie. Diese Dichtpartie besteht bei allen Membran-Rückschlag-Ventilen aus dem Bundstutzen, einem Norm- O-Ring und dem Gewindestutzen.
Die Dichtpartie ist das Herzstück der Membran-Rückschlag-Ventile und wurde von uns mit grösster Sorgfalt und Präzision gefertigt und verpackt.

Die Dichtpartie kann sehr leicht verletzt werden.
Logo Achtung / logo by BBS-Systems / Copyright by BBS-SystemsAchtung !!
Achten Sie bitte darauf die Dichtpartie während
- des Transportes
- der Montage
- des Einschweissens
- der nachträglichen Reinigung
- der Lagerung
- des Reinigungsverfahrens zu schützen !!

Beachten Sie !
Sind die Schutzkappen entfernt besteht eine akute Verletzungsgefahr der Dichtpartie.
Wird diese verletzt, kann das einwandfreie Funktionieren des Membran-Rückschlag-Ventiles nicht mehr garantiert werden
.

4.2 Dichtmaterialien

Das BBS-Systems Steril Membran-Rückschlag-Ventil kann mit allen möglichen Norm O-Ring Dichtungsmaterialien versehen werden. Die Dichtungen sind für alle Aggregatszustände geeignet.

BBS-Systems bietet Standard Dichtungen in folgenden Materialien an:

EPDM FDA geprüft Einsatztemperatur in Dampf bis max. 135° C (maximal 45 Minuten ) Dauertemperaturbereich -30°C bis + 100° C
FEP FDA geprüft Einsatztemperatur -60° C bis max. 205° C

Selbstvertändlich sind auch andere FDA konforme Dichtwerkstoffe erhältlich.

Logo Achtung / logo by BBS-Systems / Copyright by BBS-SystemsAchtung !! O-Ring-Beständigkeitslisten bei BBS-Systems / Im Landbüel 1 / 8196 Wil
Telefon +41 / 1 / 864 84 84 // Fax +41 / 1 / 864 84 90 / anfordern

Einbau des EPDM O-Ringes

Der Norm EPDM O-Ring der BBS-Systems soll vor dem Zusammenschrauben des Steril Orbital Rückschlag-Ventiles in den Gewindestutzen eingelegt werden.

Bei der Montage des O-Ringes sind folgende Bedingungen zu erfüllen:

- der Norm O-Ring muss von Hand in den Gewindstutzen eingelegt werden.
( keine spitzen metallischen Gegenstände benützen !! Der O-Ring kann verletzt werden !
Verletzte O-Ringe dichten nicht und müssen ersetzt werden !!)

- der O-Ring muss in der dafür vorgesehenen Nut fest und eng anliegen.
- liegt der O-Ring in der Nut, darf er nicht in den Gewindestutzen vorstehen.
- Zur Montage kein Oel oder Fett benützen !! Wenn nötig kann Glyzerin als Hilfsmittel verwendet werden .
- Vor dem Verschweissen des Bund- und des Gewindestutzens ist das Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventil auseinander zu schrauben
( Achtung Dichtpartie schützen ).
Der O-Ring ist zu entfernen !!

Einbau des FEP O-Ringes

Der Norm FEP O-Ring der BBS-Systems soll vor dem zusammenschrauben des Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventiles in den Bundteil ( Gewindestutzen ) eingelegt werden.

Bei der Montage des O-Ringes sind folgende Bedingungen zu erfüllen:

- der Norm O-Ring muss von Hand in den Gewindestutzen eingelegt werden.
Logo Achtung / logo by BBS-Systems / Copyright by BBS-Systems( keine spitzen metallischen Gegenstände benützen !! Der O-Ring kann verletzt werden ! Kleinste Verletzungen der Teflon-Ummantelung führen zur Undichtheit. )
Verletzte O-Ringe dichten nicht und müssen ersetzt werden !!)

- der O-Ring muss in der dafür vorgesehenen Nut fest und eng anliegen.
- liegt der O-Ring in der Nut, darf er nicht in den Gewindestutzen vorstehen.
- Zur Montage wenn möglich Oberfläche fetten !!
- Vor dem Verschweissen des Bund- und des Gewindestutzens ist das Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventil auseinander zu schrauben ( Achtung Dichtpartie schützen ).
Die O-Ringe und der Membrankäfig ist zu entfernen !!
- Keinesfalls den FEP O-Ring gewaltsam z.B. durch knicken, in die Nut montieren. ( Beachten Sie die ausführliche Montageanleitung )

Logo Achtung / logo by BBS-Systems / Copyright by BBS-SystemsTeflon Ummantelungen mit Einknickungen und Einkerbungen sind undicht!

- Schmutz von der Dichtnut und der Dichtstelle fernhalten ! Kleinste Schmutzteilchen führen zur Undichtheit !!
- Durch kurzzeitiges eintauchen in kochendes Wasser ( +100°C) kann der FEP O-Ring biegsamer und besser dehnbar gemacht werden. Die Teflonummantelung wird dadurch geschmeidiger und erleichtert die Montage.
- Nach der Montage sollte der FEP-O-Ring kalibriert werden. Bessere Rückbildung nach der Dehnung.
- Nach der Montage durch nochmaliges Erwärmen die Rückverformung beschleunigen.

Beachten Sie, dass O-Ringe aller Art einem Alterungsprozess unterworfen sind, welcher die Lebensdauer und die Dichtfähigkeit dieser einschränkt.
Wir empfehlen Ihnen O-Ringe wie folgt zu Lagern:

- EPDM O-Ringe solten trocken und vor UV Bestrahlung geschützt gelagert werden
- FEP- O-Ringe sollten trocken und vor UV-Bestrahlung geschützt gelagert werden.

Logo Achtung / logo by BBS-Systems / Copyright by BBS-SystemsAchtung !! O-Ringe aller Art sollten nicht länger als 3 Jahre gelagert werden.

Schweissen des BBS-Systems Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventiles

Alle BBS-Systems Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile sind orbital schweissbar.
Sie lassen sich mit den Orbitalschweissmaschinen der meisten Orbital-Schweissmaschinenanbieter orbital schweissen.
Alle Schweissenden wurden mit grösster Sogfalt speziell zur Schweissung mit Orbitalschweissmaschinen gefertig.
Alle Schweissenden sind bei der Lieferung gegen Verletzungen geschützt.
Logo Achtung / logo by BBS-Systems / Copyright by BBS-SystemsAchtung !! Entfernen Sie den Endenschutz erst kurz vor dem Verschweissen des Ventiles um eine unbeabsichtigte Beschädigung der Schweissenden zu vermeiden. Beschädigte Schweissenden lassen sich nicht mehr optimal Orbital verschweissen.
Nicht vergessen !! Dichtpartie vor Beschädigung Schützen

4.3 Einschweissen des Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventiles

BBS-Systems empfiehlt

- Das BBS-Systems Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventil mit Orbitalschweissmaschinen zu schweissen. Dies garantiert eine einwandfreie, schnelle, saubere und wirtschaftliche Schweissung und damit Verbindungen welche höchsten Anforderungen gerecht werden.
- Selbstverständlich lässt sich das BBS-Systems Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventil auch von Hand schweissen.
- Zum manuellen schweissen aller BBS-Systems Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile soll ein höherlegierter Schweisszusatz verwendet werden als das Grundmaterial aufweist.
- Zur Schweissung soll immer ein Edelgas zugeführt werden.
- Formieren Sie Wurzelnahtschweissungen immer.
- Vor Beginn der Orbital- oder Handschweissung empiehlt BBS-Systems die Rohrteile des Membran-Rückschlag-Ventiles formschlüssig zu heften. Wir empfehlen auch das heften unter Schutzgas auszuführen. Nur dies verhindert fehlerhafte Schweissungen.
Logo Achtung / logo by BBS-Systems / Copyright by BBS-SystemsAchtung !! Es dürfen keine Spalten oder Unebenheiten an den zu verschweissenden Flächen vorhanden sein !
Rohrenden, welche zueinander nicht plan verlaufen, können das Schweissergebnis negativ beeinflussen und sind deshalb zu vermeiden !
Nicht vergessen !! Vergewissern Sie sich, dass der Membrankorb, die Membrane sowie die O-Ringe aus dem zur Schweissung vorbereiteten Membran-Rückschlag-Ventil entfernt worden sind. Legen Sie diese in die mitgelieferte Verpackung um sie vor Staub, Funkenflug oder anderen Einflüssen zu schützen.


- Sind nach dem Schweissen des Membran-Rückschlag-Ventiles an die Rohrenden Schweissnahtreinigung oder Schweissnahtglättung mittels Schleifen oder Beizen vorgesehen, sollten Sie um ein richtiges funktionieren des Membran-Rückschlag-Ventiles zu garantieren, vor dem Zusammenbau folgende Punkte beachten:

- Entfernen Sie alle Schleifstaubreste vor dem Zusammenbau sorgfältig aus dem Membran-Rückschlag-Ventilgehäuse.
- Achten Sie beim Reinigen der Schweissnaht mit einer Beize oder durch eine mechanisch materilabtragenden Art darauf, dass Sie die Beschriftung des Membran-Rückschlag-Ventiles nicht beschädigen oder gar ganz auslöschen.
- Werden Schweissnähte nachgeschliffen, achten Sie darauf, dass an den Dichtkanten kein Material-Abtrag vorgenommen wird. Materialabtrag führt zu scharfkantigen Dichtpartien und damit zur Verletzung des O-Ringes.
- Entfernen Sie Resten einer Beize vor dem Zusammenbau sorgfältig aus dem Membran-Rückschlag-Ventilgehäuse.
- Vergewissern Sie sich, dass die Dichtpartie des Membran-Rückschlag-Ventiles durch das Handhaben beim Schweissen nicht beschädigt wurde.
Beschädigte Dichtpartien können zu undichten Verbindungen und Verletzung der O-Ring Dichtung führen.

- BBS-Systems empfiehlt; zu allen Orbitalschweissungen ein Schweissprotokoll zu erstellen und zu den Anlageunterlagen abzulegen.

4.4 Montage der Steril Orbital Verschraubung

Die BBS-Systems Steril-Membran-Rückschlagventile sollen wie folgt montiert werden:

- Entfernen Sie die Verpackung und machen Sie eine Kontrolle der gelieferten Teile
- Orbital-Steril-Membran-Rückschlagventile zur Verschweissung mit den Rohrteilen vorbereiten. Dazu beachten Sie bitte unsere Einbau- und Montage-Empfehlungen.
- Einschweissen der Verbindungskomponenten. Bitte beachten Sie die Schweissempfehlungen der BBS-Systems.
Logo Achtung / logo by BBS-Systems / Copyright by BBS-SystemsAchtung!! Vor der Schweissoperation muss die Verbindungs - Mutter über die zu verschweissende Stelle auf das anzuschweissende Rohrteil gezogen werden. Dazu muss das Rückschlagventil demontiert werden. Achten Sie darauf das Sie die Mutter auf der Bundseite der Verbindung auf das anzuschweissende Rohrteil führen.

- Reinigen Sie die Schweissungen nach dem Schweissen. Bitte beachten Sie die Reinigungsempfehlungen der BBS-Systems
- Legen Sie die O-Ringe in die Verbindung ein. Bitte beachten Sie die O-Ringmontageempfehlung der BBS-Systems
- Montieren Sie nun das Steril-Membran-Rückschlagventil wie folgt.
- Beide Verbindungskomponenten müssen fluchtend aufeinandertreffen
Die Konzentrizität der Rohrenden darf max. +/- 0,5% des Rohr - Aussendurchmessers betragen.
Der Winkelversatz darf max. 0,5% vom Bezugsmass ( Rohr - Aussendurchmesser ) betragen.

- Zusammensetzen der Steril-Membran-Rückschlagventile:
Bitte beachten Sie folgende Punkte:
- Entfernen Sie die Schutzkappen auf den Dichpartien
- Überzeugen Sie sich, dass die Dichtpartien und Kontaktflächen frei von Verunreinigungen sind.
- Stellen Sie sicher, dass die O-Ringe richtig in der dafür vorgesehenen Nut liegen. Beachten Sie unsere O-Ring Einbau-Empfehlungen.

Membranrückschlagventile
Montieren Sie nun den Membrankorb mit der Membrankorbspitze gegen die Flussrichtung in das
Rückschlagventilgehäuse. Montieren Sie nun den zweiten O-Ring auf den Mambrankorbring.

- Schieben Sie die Mutter über den Bundstutzen.
- Wir empfehlen Ihnen vor dem zusammenschrauben der Rückschlagventile das Gewinde mit einem geeigneten Fett einzufetten. ( Bei BBS-Systems unter der Art Nr. 00.000.GR.SI.0 erhältlich )
- Drehen Sie nun die Mutter von Hand im Uhrzeigersinn auf den Gewindestutzen. Die Mutter muss dabei leichtgängig über das Gewinde gedreht werden können. Keine Gewalt anwenden.
Ziehen Sie die Mutter mit einem geeigneten Werkzeug bis zu deren Anschlag fest. Dabei beachten Sie, dass die Mutter mit dem dafür vorgesehenen Drehmoment angezogen ist.
Beachten Sie diese BBS-Systems Empfehlung
Vergessen Sie nicht nach der Montage des Membrankorbes und der Membrane in das Membran-Rückschlag-Ventil die Flussrichtung aussen am Ventil deutlich zu kennzeichnen !!

Drehmomenttabelle für BBS-Systems Steril-Membran- und Kugelrückschlagventile.

DN 08 149 Nm
DN 10 280 Nm
DN 15 380 Nm
DN 20 665 Nm
DN 25 890 Nm
DN 32 1380 Nm
DN 40 2620 Nm
DN 50 2900 Nm

Die Einbauempfehlung ist nicht geeignet zum Einbau von Rückschlagventilen welche nicht zu der Steril- Rückschlagventilgruppe gehören. Sie ist ebenso ungeeignet zum Einbau von Steril- Rückschlagventilen welche nicht von BBS-Systems hergestellt wurden !!

5. Inbetriebnahme

Reinigung der Steril Orbital-Membran Rückschlag-Ventile

BBS-Systems Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile werden nach der Herstellung gereinigt und vor dem Versand auf Oberflächenverureinigungen geprüft.
Nach dem Verschweissen der Steril Orbital Komponenten der Rückschlagventile müssen diese erneut auf Verunreinigung kontrolliert und wenn nötig gereinigt werden. Achten Sie vor dem Zusammenbau der Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile darauf, dass:

- Sich keine Verunreinigungen welche die Dichtpartieen und die O-Ringe beschädigen könnten zwischen den beiden Verbindungseinheiten befinden.
Logo Achtung / logo by BBS-Systems / Copyright by BBS-SystemsAchtung !! Verunreinigungen durch Schleifstaub, Beizeresten oder ungeeignete Reinigungsmittel können die O-Ringe und Membranen zerstören die Verbindungen undicht werden lassen und die Rückschlagfunktion des Ventiles gefährden oder ganz aussetzen.

- Die O-Ringe richtig in die dafür vorgesehene Nut (Gewindestutzen) eingelegt sind und während der Montage nicht verrutschen können. (siehe O-Ring Montage )
Nach dem Zusammenbau werden die Rohrleitungssysteme normalerweise gereinigt. Dabei ist darauf zu achten, dass die verwendeten Reinigungsmittel die O-Ringdichtungen und Membranen nicht beschädigen können.
Ist es aus prozesstechnischen Gründen notwendig, die Reinigung der Rorleitungssysteme mit sehr agressiven Medien, welche die O-Ring- oder Membrandichtungen beschädigen oder deren Zusammensetzung angreifen, so müssen, um das zuverlässige funktionieren der Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile zu gewährleisten, die O-Ring-, oder Membrandichtungen ausgetauscht werden.

Logo Achtung / logo by BBS-Systems / Copyright by BBS-SystemsAchtung !! Durch agressive Medien angegriffene oder beschädigte O-Ring- oder Membrandichtungen können zu Leckagen führen.
Benützen Sie zum reinigen der Verbindung im zusammengebauten Zustand niemals Drahtbürsten oder Maschinen welche beim reinigen einen Oberflächenabtrag zur folge haben!!
Wenn Sie mechanische Rohrleitung-Kontrollgeräte benützen, beachten Sie, dass diese bei deren Benützung keine Beschädigung der Dichtelemente ( auch der Dichtpartien ) verursachen können.

6. Benutzung
6.1 Allgemein Hinweise


Der Betreiber hat die Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile mit seinen Ausrüstungsteilen durch fachkundiges und unterwiesenes Personal derart zu betreiben und zu überwachen, dass Beschäftigte oder Dritte nicht gefährdet werden können. Schutzzonen sind einzuhalten. Der Betreiber muss entsprechende Betriebsanweisungen erstellen, damit das Bedien- und Wartungspersonal über den Betrieb der Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile bzw. die Anlage die notwendigen Anweisungen erhält.
Entsprechende nationale Bestimmungen des Aufstellungslandes über den Betrieb der Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile sind zu beachten.

6.2 Anfahrbetrieb

Die Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile sind so anzufahren, dass sich aus dem Temperaturanstieg bzw. Druckanstieg keine unzulässigen Spannungserhöhungen und Druckschläge ergeben.

6.3 Normalbetrieb

Die Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile dürfen nur betrieben werden, wenn die sicherheittstechnisch erforderlichen Ausrüstungsteile auf Dauer wirksam sind und während des Betriebes nicht ausser Funktion gesetzt oder in ihrer bestimmungsmässigen Wirkung geändert werden.

6.4 Ausserbetriebnahme

Die Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile sind so abzufahren, dass sich aus dem Temperaturabfall bzw. Druckabfall keine unzulässigen Spannungserhöhungen und Druckschläge ergeben können.

6.5 Unsachgemässe Verwendung

Ergibt sich während des Betriebes der Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile ein unmittelbarer Gefahrenzustand z.B. durch einen unvorhergesehenen Reaktionsablauf oder durch eine gefährliche Einwirkung von aussen, so sind die erforderlichen Gegenmassnahmen zu ergreifen ggf. sind die Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile ausser Betrieb zu nehmen.
Eine besondere Prüfung der Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile ist erforderlich, wenn bei einer Betriebsstörung der zulässige Druck um mehr als 10% überschritten wurde oder die zulässige Betriebstemperatur erheblich überschritten bzw. unterschritten wurde oder die Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile bzw. ihre Ausrüstungsteile beschädigt worden sind.

7. Wartung
7.1 Allgemeine Angaben

Alle erforderlichen Massnahmen für Inspektion, Wartung und Instandsetzung sind in Übereinstimmung mit den nationalen Bestimmungen des Aufstellungslandes durchzuführen.

7.2 Schliessen und Öffnen der Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile

Die Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile müssen derart veschlossen werden, dass alle konstruktiv vorgesehenen Verschlüsse bestimmungsgemäss verwendet werden. Dichtflächen müssen sauber und unbeschädigt sein.
Die Verschlussschrauben dürfen nur vorsichtig und gleichmäsig so weit angezogen werden, dass die beiden Rohrbauteile fest aneinander aufliegen. Die Anzugsmomente sind einzuhalten ( siehe Drehmomenttabelle ).
An unter Druck stehenden Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventilen darf die Verschlussschraube nur von ausgebildetem Personal, unter Beachtung besonderer Vorsichtsmassnahmen, nachgezogen werden.
An unter Druck stehenden Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventilen darf die Verschlussschraube auf keinen Fall gelöst werden. Unfallgefahr !!
Die Verschlussschraube der Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile darf erst gelöst werden, wenn der Druckausgleich mit der Atmosphäre hergestellt ist. Der Druckausgleich mit der Atmosphäre ist nach dem Schliessen der Druckzuleitung und durch Entspannen bzw. Belüften unter Beobachtung eines Druckmessgerätes herzustellen. Danach ist die Verschlussschraube derart zu lockern, dass sie die Rohrenden noch halten kann. Anschliessend sind diese leicht anzulüften und so weit zu lockern, dass sie nicht mehr aneinander haften.
Jetzt kann die Verschlussschraube ganz entfernt und die Verbindung gelöst werden.

Ist beim öffnen des Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventiles mit einer Gefährdung durch austretendes Fluid zu rechnen, sind besondere Schutzmassnahmen z.B. persönliche Schutzausrüstung erforderlich.

7.3 Wartung und Inspektion

Die Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventile sind regelmässig durch fachkundiges Personal so zu warten, dass sie bei den aufgrund der vorgesehenen Betriebsweise zu erwartenden mechanischen, chemischen und thermischen Beanspruchungen auf Dauer dicht bleiben.
Entsprechend den Betriebsbedingungen und Erfahrungen sind vom Betreiber durch Betriebsanweisungen die notwendigen Massnahmen für die Wartung und Inspektion festzusetzen.

Zu den Inspektions- und Wartungsarbeiten gehören insbesondere die Überwachung und Sicherstellung der
- Dichtheit
- Kennzeichnung
- ordnungsgemässe Funktionsweise der Sicherheits- und Warneinrichtungen

7.3.1 Wiederkehrende Prüfung durch zugelassene Überwachungsstellen

Es sind die in den Aufstellungsländern anwendbaren nationalen Bestimmungen zu beachten.

7.4 Instandsetzung

Alle schadhaften Verschlusselemente z.B. abgenutzte, rissige und verbogene Schrauben, ausgebrochene oder sonst beschädigte Verschlussmuttern, verbogene Klammern oder Bügel, beschädigte Dichtungen dürfen nicht mehr verwendet werden und sind durch gleichartige neue zu ersetzten.
Instandhaltungsarbeiten, die die Sicherheit des Steril Orbital Membran-Rückschlag-Ventiles beeinträchtigen können, wie Massnahmen die die Werstoffeigenschaften z.B. durch Schweissen, Kalt- und Warmverformung verändern, dürfen nur in Übereinstimmung mit den nationalen Bestimmungen des Aufstellungslandes und nur mit dem schriftlichen Einverständnis der BBS-Systems durchgeführt werden.

8. Mitgeltende Unterlagen

Druckgeräte Richtlinie 97 / 23 / EG
Regelwerk AD-2000
Entsprechende nationale Bestimmungen.
Einbaumasse
technische Spezifikationen
technische Unterlagen Rückschlagventile

Erstellt:
BBS-Systems AG
Im Landbüel 1
CH-8196 Wil (ZH)
Tel: +41 / (0) (0)44 864 84 84
Fax: +41 / (0) (0)44 864 84 90
E-Mail: info@bbs-systems.com

Erstellungsdatum 11.02.2003

Änderungsdatum Mittwoch, 8. Oktober 2003
Copyright© by BBS-Systems

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